Liebe Leser,
die Geschäftsleute an der Bünder Straße und ich haben eines gemeinsam: Wir sind selbständig. Wir fürchten Umsatzrückgänge und müssen jeden Monat ein Minimum an Einnahmen erzielen. Das ist oft nicht leicht und verständlicherweise sind wir nicht erfreut über Dinge, die uns dabei zusätzliche Schwierigkeiten bereiten.
Die Baumaßnahme an der Bünder Straße ist ein solches „Ding“ und sicherlich nicht als Kleinigkeit abzutun.
Als ich den Kommentar des Redakteurs André Blickensdorf in der Samstagsausgabe der Neuen Westfälischen gelesen habe, habe ich mich ein wenig gewundert.
Dass eine Vollsperrung nicht in Frage kommt, verstehe ich als Geschäftsmann. Dass aber auch eine Teilsperrung keine Alternative ist, kann ich nicht nachvollziehen.
Der alte Kanal ist marode und muss erneuert werden. Wäre es denn besser, wenn nach dem Gang auf die Toilette die Fäkalien in den Badezimmern der Anwohner verbleiben? Soll das Abwasser von Geschirrspülern, Waschmaschinen und Toiletten über den Bürgersteig einfach auf die Straße laufen?
Wenn eine Sperrung der Straße während der Bauarbeiten – egal wie sie auch aussehen mag – nicht in Frage kommt, wie soll dann der Kanal erneuert werden? Sollen die Bauarbeiter durch ein kleines Loch am Straßenrand einsteigen und dann unterirdisch in einer großen, extra dafür angelegten Höhle arbeiten?
Oder geht es nur um die zeitliche Komponente? André Blickensdorf schreibt, dass der Beliebtheitsgrad der Fachleute steigt, wenn es ihnen gelingt, die Kanalisation im Kreuzungsbereich innerhalb weniger Wochen auszubauen. Die weiter vorne in seinem Kommentar genannten zwei bis drei Wochen, erfüllen für meinen Geschmack das Kriterium „weniger Wochen“.
- Die Baufirma Dieckmann ist schneller als geplant!
- Der Bürgermeister möchte den Gewerbetreibenden keinesfalls eine Vollsperrung der Eilshauser Kreuzung zumuten.
- Der Baukoordinator ist nicht nur jederzeit für alle Beteiligten erreichbar, sondern spricht die einzelnen Schritte auch von sich aus mit den Anliegern persönlich ab, fragt nach deren Meinung und hat ein offenes Ohr für Vorschläge.
Es liegt in der Natur der Sache, dass man sich mit einer solchen Baumaßnahme nicht nur Freunde macht. Egal, wie sehr man sich auch anstrengt. Trotzdem bin ich der Meinung, dass es anerkannt werden sollte, wenn sich jemand Mühe gibt!
Dieser Kommentar spiegelt meine persönliche Meinung wieder und wurde nicht vom Bürgermeister, dem Baukoordinator oder anderen Mitarbeitern der Gemeinde Hiddenhausen angestoßen. Auch soll dieses Blog einen journalistischen Charakter haben und nicht alles beschönigen! Wäre das so, würden Sie Artikel wie „Nur vier Leute auf der Baustelle?!?“ hier nicht finden.
Doch hier geht es nicht nur um meine Meinung! Auch geht es nicht darum, Herrn Blickensdorf in irgendeiner Form anzugreifen!
Darum möchte ich Sie, liebe Leser, darum bitten, Ihre Meinung an dieser Stelle kund zu tun! Schreiben Sie Ihre Kommentare in dieses Blog.
Ich bin gespannt!
Ihr
Report-Air
Heiko Link

Grundsätzlich:
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Von einer Voll- bzw. Teilsperrung der Lohse-Kreuzung
bzw. der Löhner Str. ist in keiner(!) „frühzeitigen Bürgerinformation“ die Rede gewesen;eine diesbezügliche Rückfrage wurde mir nicht beantwortet.
En Detail:
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„wie soll dann der Kanal erneuert werden? Sollen die Bauarbeiter durch ein kleines Loch am Straßenrand einsteigen und dann unterirdisch in einer großen, extra dafür angelegten Höhle arbeiten?“(Ihre Äusserung,Herr Link!)
-da hätten Sie mit Ihrem Flieger in den letzten 12 Monaten
mal von Melle aus nach Osnabrück fliegen sollen;
da wurde der Kanal der gesamten Lotter Strasse auf eben
genau diese Art saniert;ohne Vollsperrung,ohne Umleitungen.
Leider begrenzt Ihre Blog-Page weitere Kommentare.
Hans-Heinrich Jütte,Bruchstr.46,32120 Hiddenhausen
Hallo Herr Jütte,
aus der Luft sind Abwasserkanäle, aufgrund ihrer unterirdischen Lage, nicht zu erkennen.
Wenn dann auch noch die Baustelle fehlt, erschwert das die Lage zusätzlich.
Auf Verständnis hofft,
Heiko Link
Hallo Herr Link,
Sie formulieren etwas generös – die angesprochene Baustelle
in OS fehlt ja nicht,sondern ist nur „unsichtbar“,was ja
wohl entschieden bürger- und umweltfreundlicher ist.
Und genau darum geht es!
Nebenbei:Kein Hiddenhauser Bürger musste vor Beginn der
Bauarbeiten seine Abwässer und Fäkalien auf seinem Grundstück lagern oder sonstige derartige Pein erdulden-
das vorhandene,in den 60er Jahren eingebaute Kanalnetz hat
ja funktioniert.
Das sich durch die Erschliessung von immer mehr und immer
grösseren Baugebieten eine Problematik ergibt,hat man
seitens der Gemeinde scheinbar billigend in Kauf genommen.
mfg
H.H.Jütte